03 Urkunden aus dem Marchenstreit

Schriften aus dem 16. und 18. Jahrhundert

In der Urkunde von 1018 überträgt Heinrich II. dem Kloster das südlich von Einsiedeln gelegene Einzugsgebiet der Flüsse Alp, Minster, Waag und Sihl. Die Wasserscheide im Süden bildet damit eine Grenze, die in der Urkunde von 1114 (Heinrich V.) und in der Urkunde Konrads III. bestätigt wird. In einem ins Jahr 1217 datierten Schiedsspruch wird der Grenzverlauf stark nach Norden verschoben.

In dieser Aufgabe geht es um vier Urkunden aus dem 11., 12. und 13. Jahrhundert, die im Zusammenhang mit dem so genannten Marchenstreit zwischen dem Kloster Einsiedeln und den Landleuten von Schwyz eine Rolle spielen. Diese bilden die einzigen Belege für die Auseinandersetzungen in jener Zeit. Erst ab dem 14. Jahrhundert sind mehr Quellen vorhanden. Die weitere Entwicklung des «Marchenstreits» im frühen 14. Jahrhundert ist Thema der 4. Archivaufgabe.

In dieser Aufgabe sollen die Überlieferungsspuren der Urkunden innerhalb des Archivs verfolgt werden: Die Urkunden wurden nämlich bis ins 18. Jahrhundert immer wieder abgeschrieben und in verschiedenen Dossiers neu zusammengestellt.
Zwei Urkunden werden zudem formal näher betrachtet.