Flandernblockade und erster Hansetag 1358

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Rekonstruktion des Gestühls aus dem Lübecker Rathaus (dem Treffpunkt der Verteter der Hansestädte beim Hansetag) im Europäischen Hansemuseum. Foto: Europäisches Hansemuseum © Olaf Malzahn.

Die Transkription lautet:

Wer ok dat eyn, de in der Dudeschen hense nicht en were, queme to lande eder to watere in de havene eder stad, de in der Dudeschen hense were, unde mit sik Vlamesche lakene eder Mechchelsche eder Andorpesche brachte, de schal he dar nicht vorkopen, noch nemen eme afkopen, men he schal se wech voren; unde dat scholen de bewaren, den de havene eder de stad to hort, dar he se to bracht heft.
Übersetzung:

Sollte es auch geschehen, dass einer, der nicht zur Deutschen Hanse gehörte, zu Land oder zu Wasser in einen Hafen oder eine Stadt käme, die zur Deutschen Hanse gehörte, und flämische Laken oder solche aus Mechelen oder Antwerpen mit sich brächte, so soll er sie dort nicht verkaufen und sie ihm auch niemand abkaufen, sondern man soll ihn ausweisen. Und darauf sollten jene Acht geben, zu denen der Hafen oder die Stadt gehört, wo er diese [Waren] hingebracht hat.

Der siebte Artikel der Blockade sieht vor, dass, wenn Kaufleute, die nicht zur Deutschen Hanse gehörten zu Wasser oder Land in eine zur Deutschen Hanse zugehörigen Stadt mit Laken aus Flandern, Mechelen oder Antwerpen handelten, dann sollte ihnen nicht erlaubt werden sie dort zu handeln. Die jeweiligen Städte sollten auf die Einhaltung des Handelsverbotes achten.