Kopialbuch II, Königsfelden

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Abschrift einer Klosterordnung im Kopialbuch Königsfelden II, Staatsarchiv Aargau (Aarau), AA/0429, datiert auf den 26. Mai 1358.

Das Kopialbuch II des Klosters Königsfelden wurde um 1480 hergestellt und enthält Nachträge bis 1530. Darin enthalten sind den Klosterbesitz von Königsfelden betreffende Abschriften von Privilegien und Ordnungen sowie Jahrzeitstiftungen und Urkunden aus der Zeit des 13. bis 16. Jh. Das Kopialbuch II befindet sich heute im Besitz des Staatsarchivs Aargau in Aarau (Sig. AA/0429) und ist auf e-codices öffentlich zugänglich.

Nach dem Tod von Elisabeth, Stifterin von Königsfelden und Witwe des dort ermordeten König Albrechts I., übernahm ihre Tochter die Verantwortung über das Kloster. Die Königin Agnes von Ungarn setzte sich für die Einrichtung eines Klarissenkonvents neben dem bereits bestehenden Franziskanerkloster ein, sodass Königsfelden zu einem Doppelkloster wurde.

Die nachfolgende Abschrift der von Agnes ausgestellten Urkunde behandelt den Eintritt von Jungfrauen in das Kloster. Grundsätzlich mussten junge adlige Frauen beim Eintritt in ein Kloster wie Königsfelden grosszügige Geschenke wie Land und Güter mitbringen. In dieser Urkunde hält Agnes jedoch fest, dass auch kleinere Beiträge ab zwei Pfund für einen Eintritt ausreichen würden. Die Urkunde wird auf den 26. Mai 1358 datiert und folgt dem damals üblichen Aufbau einer Klosterordnung.

Proposition de citation

Ad fontes Kolloquium HS 2019, Andreas Oeschger, Anna von Felten, Colette
Mathis, Eliza Heimgartner, Emma Negretti, Julia Simea Walker, Lazar Dimitrijevic, Drita Morina, Mason Reim, Chris Arnold, Noah Oliel, Pamela Beltrame, Rudi Hauser, Vera Bruggmann: Ad fontes, Transkriptionsübung: Ein Kopialbuch aus dem 15. Jahrhundert, CC-BY, URL: https://www.adfontes.uzh.ch/370460/