Die territorialen Verschiebungen sowie die nachfolgenden Verwaltungsreformen führten in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts zur Bildung zahlreicher Archive und zu neuen Formen archivischer Organisation. Die Intention des Sammelns und Archivierens wurde in dieser Zeit von ihrer Fokussierung auf die Garantie von Rechtssicherheit gelöst und die Zusammenarbeit der Archive mit den Universitäten und der landesgeschichtlichen Forschung verstärkte sich. Archive dienten ab dieser Zeit nicht mehr nur der Sicherung staatlicher Herrschaft, sondern wurden langsam auch zu Werkstätten von Historikern.
Die Frage, wo heute welcher Bestand aufbewahrt wird, hängt eng mit dessen Provenienz zusammen, also mit der Frage, von welcher Instanz die entsprechenden Unterlagen ursprünglich produziert wurden.
Es lassen sich unterschiedliche Archivtypen unterscheiden. Auf den folgenden Seiten erfährst Du anhand des Beispiels der schweizerischen Archivlandschaft, worin ihre Besonderheiten liegen.
In diesem Teil des Ramsteinerhofs in Basel befindet sich das Privatarchiv der Familie Iselin. Foto von David Hänggi-Aragai.