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Archivaufgabe 1: Schweizer Filmwochenschau

Noch 1973 befand sich das gesamte Film- und Fotomaterial, das von der Cinémathèque suisse archiviert wurde, in einem umfunktionierten Pferdestall. Glücklicherweise werden diese wertvollen Kulturgüter inzwischen unter professionellen Bedingungen gelagert. Schweizer Filmwochenschau, Museum im Pferdestall (1574-1), 04.10.1973, Schweizerisches Bundesarchiv Filmbestand Schweizer Filmwochenschau (1940-1975) J2.143#1996/386#1574-1#1*, Online: Memobase [Stand 11.05.2021].

Überlieferung - Einleitung

Ein wichtiger Aspekt für die Arbeit mit online verfügbaren Filmquellen ist ein Bewusstsein dafür, wie die bewegten Bilder von den materiell höchst instabilen und vom Verfall bedrohten 35mm-Filmstreifen auf deinen Bildschirm kommen. Die Erhaltung eines solch umfangreichen Filmbestandes ist ein extrem aufwendiges Unternehmen, das in diesem Fall von einer institutionellen Zusammenarbeit des Vereins Memoriav mit dem Bundesarchiv und der Cinémathèque suisse ermöglicht wurde. Sie bedingt die Sicherung der Bildinhalte durch den Transfer auf neue Medien, die weniger vom Verfall bedroht sind. Dazu kommt, dass die Abspieltechnologie der verschiedenen Medienformate schnellen technischen Veränderungen unterworfen ist, und die Inhalte deshalb immer wieder auf Formate migriert werden müssen, die jeweils auf modernen Geräten abspielbar sind. Die digitalisierten Versionen, die du auf Memobase betrachten kannst, sind nur das letzte Glied in dieser Überlieferungskette. Schon 1975 hatte man begonnen, die Ausgaben aus der Nitratfilm-Ära auf Sicherheitsfilm zu kopieren. Später wurde der gesamte Bestand auf sicheres Filmmaterial transferiert und die deutschsprachigen Ausgaben auch auf das Videoformat DigiBeta kopiert. Die 35mm-Originalkopien auf Nitrat und Azetatfilm werden unter idealen klimatischen Bedingungen in 7000 Schachteln gelagert.