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Archivaufgabe 1: Schweizer Filmwochenschau

Audiovisuelle Geistige Landesverteidigung - Einleitung

In der Schweiz existierte zwischen 1923 und 1936 eine private Filmwochenschau, die allerdings mit der ausländischen Konkurrenz längerfristig nicht mithalten konnte. In den späten 1930er-Jahren dominierten nationalsozialistische und faschistische Nachrichten aus den Nachbarländern die Kinos in der Schweiz. Die Gründung der Schweizer Filmwochenschau wurde vom Bundesrat als audiovisueller Pfeiler der Kulturpolitik der Geistigen Landesverteidigung beschlossen – als Gegengewicht zur faschistischen Propaganda und anderer ausländischer Einflüsse sowie zur Stärkung des nationalen Zusammenhaltes. Die Inhalte der Wochenschau blieben von den Behörden eng überwacht, redaktionelle Unabhängigkeit gab es nur in beschränktem Ausmass, in den Kriegsjahren war Zensur der Beiträge die Regel. Im Kalten Krieg veränderte sich das Bedrohungsbild, welches die Basis der Geistigen Landesverteidigung darstellte und die Schweizer Filmwochenschau erhielt verstärkt einen antikommunistischen Einschlag.